Fernsehgebühr, Rundfunkgebühr abschaffen!

Der Startschuss ist verhallt, und dann kommt nichts mehr? Von wegen! Aber ich muss zugeben, die erste Pause ist gleich zu lang geraten … Dabei gibt es jeden Tag etwas, was mich bewegt – ich muss es nur aufschreiben …

hp_flachbildschirm_l1902__1.jpgVieles hat sich verändert in unserer Gesellschaft. Der Umbruch ist groß und wird zunehmen. Aber da gibt es noch immer den Anachronismus der Fernsehgebühr! Ich kann nur sagen: Abschaffen!

Eigentlich bin ich Befürworter der Gebühr. Denn wenn sie das wirklich bewirken würde, was ihr Sinn sein soll (und eine Zeitlang mag das ja so gewesen sein) – einen Kultur- und Bildungsanspruch zu gewährleisten, der mit rein kommerziellen Interessen nicht erreichbar ist – dann wäre ich dafür, sie beizubehalten ..

Die heutige Situation aber kann man nur so zusammenfassen: Die öffentlich-rechtlichen Sender haben alles, aber auch alles dafür getan, die Gebühren überflüssig zu machen:

Sie gehen mit den Geldern der privaten Nutzer nicht so sorgfältig und verantwortlich um, wie man es erwarten müsste – denn sie können ja mit dem Automatismus der Einnahmen rechnen und auch mit regelmäßigen Erhöhungen. (Die politisch besetzten Kontrollgremien greifen nicht.)

Sie kaufen teure Stars und Sportübetragungsrechte ein, deren Kosten in keiner Relation zur Leistung stehen: Harald Schmidt und Günter Jauch brauchen wir nicht im Öffentlich-Rechtlichen und Fußballübertragungen sind auch nicht das Wichtigste im Leben. (Heute gerade kam die Meldung, dass Günter Jauch als Nachfolger für die Sonntagabend-Talkshow abgesagt hat.)

Kaum eine Sendung wird mehr ohne Werbung gezeigt – wenn es auch wenigsten keine Unterbrechungen gibt, hat doch die Häufigkeit der Werbeeinblendungen ein nicht mehr hinzunehmendes Maß erreicht. (An den „Tatort“ kann ich schon nicht mehr denken ohne den Ton der Bierwerbung im Ohr.)

Die Qualität ist vielfach stark den Privatsendern angeglichen – das wurde mir heute besonders deutlich, als ich den Anfang der Sendung „Starquiz“ mit Jörg Pilawa mitbekam. Jene grausige Redeweise hat mit Kultur wenig zu tun, mit Kultiviertheit schon gar nicht!

Und wie werden die Preise und die Realityshows finanziert? Von unseren Gebühren? Und wir brauchen das, dass auch eine öffentlich-rechtliche Fernsehanstalt Menschen wie in alten Zeiten leben oder Abenteuer bestehen lässt? Noch eine Angleichung an Privatsender.

Allein das finde ich schon völlig falsch: dass auch die Öffentlich-rechtlichen – trotz unserer Gebühren muss ich da ja schon sagen: an Quoten gemessen werden! Quoten sind Ausdruck von Quantität, Kultur bedeutet Qualität! Wenn man schon kulturelle Sendungen der Quotenmessung unterwirft, dann müsste man „in sich vergleichen“, also spartenweise messen (z.B. von allen 3. Programmen die Kultursendungen vergleichen).

Und eine Klage, die die Sender schon oft gehört haben dürften: Warum kommen die qualitativ hochwertigen Sendungen (die es ja noch gibt) immer zu nachtschlafender Zeit?

Und: Trotz meiner Gebühr kann ich nicht die volle Leistung bekommen – die Extrakosten, die ich einsetzen müsste, um in Zukunft alles digital zu empfangen (ca. 140 € hat man mir gesagt) müsste eigentlich die GEZ übernehmen. Volle Kosten, aber nicht die volle Leistung für jeden, das gibt es nur hier, das ist einmalig!

Und dann noch ist die GEZ, eine schlecht arbeitende Mammutbehörde, so überflüssig wie ein Kropf! Wirklich, wie schlecht sie arbeiten, habe ich bei meinem letzten Umzug gemerkt: Trotz korrekter Ummeldung mit Angabe der Nummer und allem, standen sie plötzlich in meiner Wohnung und forderten die Anmeldung meines Fernsehers; die nötige Rückfrage bei der Zentrale haben sie sogar noch über Handy bei mir in der Wohnung gemacht.

Ha, was ich mit Freuden gefunden habe, es gibt bereits eine Internetseite mit der Forderung: gez-abschaffen.de

Noch eine Ergänzung am Freitag (12.1.) – auch diese Adresse ist interessant: rundfunkgebuehrenzahler.de

Bildquelle: naumburg.name

Ich kann nur sagen: Gebühren abschaffen!

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